Ich bin Claudio Schwarz und ich bin Frontend Entwickler aus Zürich. Seit 2005 setze ich in meiner Freizeit WordPress Themes um und habe 2011 unihockey-fotos.ch gegründet.

Claudio Schwarz
4 Minuten, 3 Sekunden Lesezeit

Feeds für das persönliche Wissensmanagement nutzen

Feeds in Kombination mit einem Feedreader sind für mich eine dankbare Sache. Ich muss nämlich das Internet nicht nach Neuigkeiten in meinen Interessensgebieten abgrasen – die Informationen kommen zu mir.


Dieser Artikel erschien ursprünglich im Firmenblog der Blogwerk AG und wurde zusätzlich überarbeitet. Damit dieser Artikel nicht aus dem Netz verschwindet, habe ich die Erlaubnis ihn hier zu veröffentlichen.

Feeds? Überall sind die kleinen orangen Icons zu sehen, aber nur wenige wissen wirklich, was sie bedeuten und vor allem was sie können. Meines Erachtens sind RSS- oder Atom-Feeds eine der am meisten unterschätzen Web-Technologien.

Das digitale Zeitungs-Abonnement

Hat man einen solchen Feed abonniert, funktioniert es ähnlich wie bei einem Zeitungs-Abonnement. Sobald ein neuer Beitrag publiziert wird, wird der Artikel in den Feed gepusht. Der Vorteil für den Leser ist einfach. Er muss seine Lieblingswebseiten nicht jeden Tag ansurfen und nachsehen, ob neue Artikel erschienen sind. Der RSS-Feed bringt die neusten Artikel direkt zum Leser. Im Prinzip kann man sich jeden Artikel als E-Mail vorstellen, welcher ins Mail-Postfach flattert.

«Feeds sind tot!»

Immer wieder höre ich, dass Feeds tot seien. Ein veraltetes Format. «Das nutzt doch niemand mehr». Falsch, behaupte ich. Ich selber habe über 130 Blogs abonniert, die ich tagtäglich lese (oder es zumindest versuche). Darunter sind vor allem fachspezifische Blogs, die mich bei der Arbeit weiterbringen und die mir Inputs zu neuen Trends liefern. Für mich als Frontend-Entwickler sind Feeds ein dankbarer Service. Trends und Technik ändern fast im Halbjahrestakt. Dank meinen Abonnements bleibe ich aber stets auf dem aktuellsten Stand, bin über Änderungen und die neusten Trends informiert.

Feeds sind aber auch ein gutes Mittel für Unternehmen um Monitoring zu betreiben. Sowohl was über den eigenen Brand geschrieben wird, als auch um zu beobachten was die Mitbewerber gerade bewegt.

Wie man Feeds lesen kann

Aber wie kann man ganz einfach solche Feeds lesen? Es gibt mehrere Möglichkeiten, sowohl Browser, Browser-Applikationen, separate Apps und E-Mail Programme. Ich stelle hier meine Lieblingstools vor.

Die perfekte Kombi: Chrome und Feedly

Damit man sich seine Feeds direkt im Chrome abonnieren kann, muss dieser etwas aufgerüstet werden. Dafür benötigt wird die offizielle Google Extension „RSS Abonnement„. Danach wird das Feed Icon in der Adresszeile sichtbar. Sofern eine Seite natürlich über einen Feed verfügt.

Danach gilt es, Chrome noch etwas weiter zu erweitern, mit einem kleinen Trick lassen sich nämlich Feeds direkt via Chrome bei Feedly abonnieren:

feedly
Feedly lässt sich mittels „http://www.feedly.com/home#subscription/feed/%s“ hinzufügen

Feedly verfügt ausserdem über Apps für Android, iPhone und iPad, wobei ich bei Apple Geräten Reeder bevorzuge.

Firefox

Einige Browser bieten eine direkte Integration, um Feeds zu lesen. So zum Beispiel bei Firefox. Via «Lesezeichen» und «Diese Seite abonnieren» gelangt man auf die Übersicht des Feeds. Wenn man das Feed Icon ebenfalls direkt in der Adressleiste angezeigt haben möchte, eignet sich dafür das Plugin „RSS Feed Icon in Navbar„.

Danach kann man im Dropdown «Diesen Feed abonnieren mit» auswählen, welchen Dienst man nutzen will. Dort stehen dem Benutzer mehrere Optionen zur Verfügung.

Reeder

Reeder ist auf dem iPhone, iPad und Mac verfügbar und steht in direkter Konkurrenz mit den kostenlosen Apps von Feedly. Früher konnte Reeder mit einigen Zusatzfeatures aufwarten, doch diese Zeiten sind vorbei. Einziger Vorteil von Reeder gegenüber von Feedly: man kann die Artikel (inkl. Bildern, exkl. Videos) auch offline lesen.

Outlook

Wer keine dieser Möglichkeiten nutzen kann weil es zum Beispiel die Firma nicht zulässt, der kann Feeds auch via Outlook abonnieren. Dazu kann man den “Persönlichen Ordner” öffnen und mit einem Rechtsklick auf «Neuen RSS-Feed hinzufügen» die Eingabemaske nutzen.

Danach fügt man die URL ein, welche zum Feed führt. Vorzugsweise kopiert man diesen von der Webseite und fügt ihn mit Copy/Paste ins Eingabefeld ein. Wichtig ist es, dass der Slash am Ende der URL nicht vergessen werden darf. Ansonsten kann es zu Problemen führen. Bei meinem Blog sieht die URL zum Feed wie folgt aus: http://www.claudioschwarz.com/feed/.

Diesen Schritt wiederholt man mit allen Feeds, die man lesen möchte. Anschliessend funktioniert der RSS Reader von Outlook als ob man E-Mails lesen würde.

Für dich öffne ich meine Schatzkiste, also meinen Reader. Folgende Feeds kann ich dir sehr ans Herz legen:

WordPress

Webdesign und Webentwicklung

Design

Fotografie

Wer ganz nebenbei RSS Icons für seine Webseite benötigt, findet eine gute Auswahl bei Feed Icons.