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2 Kommentare

Claudio Schwarz

Die Leserreporter.

Wir befinden uns mittlerweile in einem total digitalisierten Zeitalter, wo praktisch nichts mehr unmöglich ist. Dank dem Internet haben wir innert kürzester Zeit sogar Bilder von jeglichen Ereignissen. Auch dank so genannten Leserreportern.

Doch je länger ich das beobachte stelle ich fest – nahezu alles wird fotografiert – es wird auch keine Rücksicht auf irgendwelche Personen genommen. Ein kleines Beispiel bei der 20 Minuten. Immerhin wird es als schwerer Arbeitsunfall beschrieben. Da gibts noch Leute, die dann unbeschwert fotografieren können? Wie wäre es mit ein bisschen Ethik? Oder geht es schlussendlich nur um die 100 Stutz, die man verdienen kann?

Ich finds beschämend. Und du?

Foto: naixn

2 Kommentare

  1. Die menschlichen Abgründe sind tief.

    Das Problem von alledem ist die Anonymität. Wäre der Verletzte ein Bekannter des Leserreporters, hätte er ihn mitnichten fotografiert. Auch, dass der Leserreporter anonym fotografieren konnte, trägt seinen Teil dazu bei. Dass Zeitungen solche Verhaltensweisen fördern ist zwar tragisch, aber nachvollziehbar, da ihr Geschäft eben von solchen Storys lebt.

  2. @monsieurcroche

    Da bin ich ebenso deiner Meinung. Da ich ja für den UHC Dietlikon fotografiere, habe ich dies auch schon erlebt. Nach Niederlagen in den wichtigsten Spielen der Saison konnte ich Beispielsweise keine Fotos von weinenden Spielerinnen schiessen. Das Mitgefühl war irgendwie zu gross.

    Das mit den Zeitungen muss man wohl so hinnehmen, so traurig es ist.

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