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Claudio Schwarz

Länger abverdienen.

(Foto: Claudio Schwarz)

Länger abverdienen.

Der neuegewählte Armeechef, Korpskommandant André Blattmann, erklärte in einem Interview mit der NZZ, dass künftig länger abverdient werden soll. Dies auf der Stufe des Gruppenführers (Wachtmeister) und Zugführers (Leutnant). Wie das aussehen soll, steht leider im Interview nicht geschrieben.

Meine Erfahrung.

Ich selbst habe nur 8 Wochen abverdient. Und zwar zu einem Zeitpunkt, wo die Soldaten den Betrieb im Militär schon kannten.  Die Problematik lag darin, dass die Soldaten einen neuen Chef erhielten und damit auch eine andere Führungspolitik. Somit versuchten viele die Grenzen auszuloten. Wie Blattman im Interview selbst sagte:

Junge Kader mussten ihre ersten Gehversuche zu einem Zeitpunkt unternehmen, zu dem sich die Rekruten bereits «positioniert» hatten. (Quelle: NZZ)

Da kann ich nur zustimmen.

Das neue, alte Modell?

Das neue oder vielleicht auch alte Modell bringt Vor- und Nachteile. Der Vorteil ist, dass man durch ein längeres Abverdienen mehr Erfahrungen im Bereich der Planung und Führung sammeln kann. Den Nachteil sehe ich eher für die Privatwirtschaft. Auch wenn Blattmann sagt:

In Gesprächen mit Wirtschaftsunternehmen stelle ich fest, dass man positiv davon überrascht ist, was in der Schweizer Armee in der Führungsausbildung vermittelt wird. (Quelle: NZZ)

So denke ich, dass viele KMU’s, welche jemanden angestellt haben und der weitermachen will, nicht direkt Freude hat.

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