(Screenshots: Claudio Schwarz)
Mediensüchtig.
Unter dem Titel “Das Internet hat mein Leben zerstört” hat Johnny Häusler von Spreeblick einen Beitrag geschrieben. Schmunzelnd las ich den Beitrag. Dennoch ist es traurig, wo uns das Internet hingeführt hat. Bild-, Video-, Speicher-, Community- und Newsportale überhäufen uns.
Schon am Morgen früh beginnt es für viele Pendler am Bahnhof. Der Pendler kann zwischen drei Gratiszeitungen auswählen. Und es zieht sich durch den ganzen Tag. YouTuben, twittern, flickern und facebooken gehören wohl zu den häufigsten Nebenbeschäftigungen bei der Arbeit. Dazu kommen oft noch die Chatmails, welche pro Tag wohl zu hunderttausenden verfasst werden. Am Besten vergleichen lässt sich Johnny’s Artikel mit “Suizid im Web” (SonntagsZeitung vom 01.06.2008) von David Cappellini. Er schrieb darüber, wie es ihm erging, als er sämtliche Accounts bei MySpace, Facebook, Tillate, StudiVZ und Hattrick löschte. Amüsant zum Lesen (so wie Johnnys Artikel), aber traurig, dass es der Realität entspricht. So schrieb er am Tag 5:
Eine SMS, endlich. Beim Öffnen die sofortige Ernüchterung: «Hatte gestern imfall B’Day. Wollts nur sagen.» Ich habe den Geburtstag einer meiner besten Kolleginnen verschwitzt. Mit Web 2.0 wäre mir das nie passiert.
Eigentlich schlimm, dass es nicht mehr ohne geht.
Sensationsgeil.
Ausserdem ist immer mehr zu beobachten, dass so genannte rasende Amateurreporter immer mehr Wichtigkeit erlangen. Da ein Handyfoto, dort ein Schnapppschuss. Dabei schrecken sie vor fast nichts zurück. Einen guten Artikel hat die SonntagsZeitung (vom 20.07.2008) unter dem Titel “Ohne Zufallsreporter geht fast nichts mehr” verfasst.
Unter Umständen winkt da das mehr oder weniger “grosse” Geld. Und in Deutschland bezahlt der Stern bis zu 1000 € für ein Leserfoto.
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