(Illustration: Mike Licht)
Die “weisse” Folter.
Dass Folter auch im 21. Jahrhundert noch besteht kann man immer wieder aus den Medien entnehmen. Wenn man genau hinschaut und sich etwas damit befasst, kann man erkennen, wie hochentwickelt die Methoden sind. Wenn auch relativ simpel und primitiv. Sie zielen nicht auf den Schmerz des Verdächtigen ab, sondern auf die Psyche. Darum heissen die neuen Methoden “weisse” Folter, da von aussen keine Spuren zu erkennen sind.
Die Methoden.
Denn es braucht nicht sehr viel, eine Persönlichkeit zu brechen. Was aber viel mehr die Frage ist und schon immer war – wieviel Informationen die bei der Folter (egal ob physische oder psychische) rauskommen sind wirklich brauchbar?
Waterboarding.
Waterboarding ist eine Methode, welche in letzter Zeit immer wieder in den Medien behandelt wurde. Dabei wird der Verdächtige auf einem Tisch fixiert, der Kopf mit einem Tuch bedeckt und danach Wasser darübergegossen. So hat der Verdächtige den Eindruck er ertrinke. Diese Methode soll sehr effektiv sein - denn die meisten Verdächtigen reden spätestens nach 60 Sekunden.
Reizüberflutung.
Bei einem Menschen eine Reizüberflutung hervorzurufen ist nicht sehr schwierig. Isolierter Raum (2 Quadratmeter), andauernde Beschallung und grelles Licht. Dazu muss der Verdächtige alle halben Stunden seine Hand heben, um zu signalisieren, dass er noch wach ist.
Dies sind nur zwei Methoden von vielen. Weitere Möglichkeiten sind Elektroschocks, Langzeitstehen, sexuelle Nötigung oder die Käfighaltung. Alles Methoden, welche von aussen nicht sichtbar sind.
Der Wahrheitsgehalt.
Doch um nochmals darauf zurückzukommen. Wie viel Wahrheitsgehalt haben diese Informationen?
Die erfolgreichsten Verhöre finden in den ersten 24 bis 48 Stunden nach der Gefangennahme statt.
Dies sagt Robert A. Fein, ein Psychologe aus Amerika. Doch auch wenn diese Aussage vielleicht stimmen mag, zweifle ich noch immer stark daran, wieviel Wahrheit bei einem Verhör mit den Methoden der weissen Folter rausspringt.
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